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ProspeKtive
Die Gebäude von morgen nach innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen Interaktionen zu gestalten, erfordert die Nutzung akademischer Forschung. Da wir an die Kraft der Zusammenarbeit und an die Offenheit der Ideen glauben, teilen wir hier mit Ihnen die von unseren Experten geleiteten Forschungsarbeiten.
zur Titelzeile!
Wenn der Wartebereich unseren Eindruck prägt
Der Wartebereich wird oft als einfacher Ort des Durchgangs wahrgenommen, fast schon als banal. Er spielt jedoch eine viel wichtigere Rolle, als es den Anschein hat: Er beeinflusst die Gemütsverfassung der Patienten, ihren Stresslevel und sogar ihre Wahrnehmung der Qualität der Versorgung und der Einrichtung. Forschungen in den Bereichen Managementwissenschaften und Psychologie haben seit langem gezeigt, dass die physische Umgebung unsere Gefühle prägt (Bitner, 1992). Der Wartebereich, der erste konkrete Kontakt mit der medizinischen Welt, bildet keine Ausnahme von dieser Regel (DCunha et al., 2021). Beleuchtung, Komfort, Sitzanordnung, Umgebungsgeräusche ... all diese Details zusammen schaffen ein einzigartiges Erlebnis. Auf diese oft unterschätzte Rolle wollten wir uns konzentrieren. Zu diesem Zweck haben wir zwei aufeinanderfolgende Studien durchgeführt – eine qualitative und eine quantitative –, die zusätzliche Erkenntnisse darüber liefern, wie die Gestaltung eines Raumes das Patientenerlebnis beeinflusst.
Telearbeit und private Mobilität: unterschiedliche Auswirkungen je nach Art der täglichen Aktivitäten
In einer Zeit, in der Telearbeit zu einem festen Bestandteil der beruflichen Praxis wird, werden ihre Auswirkungen auf die tägliche Mobilität genau unter die Lupe genommen. Der von Anne Aguiléra, Eléonore Pigalle und Leslie Belton-Chevallier gemeinsam verfasste Artikel untersucht die Wahrnehmung von Veränderungen in der Häufigkeit privater und lokaler Fahrten unter französischen Arbeitnehmern nach der Einführung von Telearbeit. Diese Studie hebt gegensätzliche Auswirkungen hervor, die von der Art der Tätigkeit, dem Profil der Telearbeiter und ihrem Wohnort abhängen.
Remote-Arbeit: Auch in ländlichen Gebieten boomt sie!
Die Welle der „Landflucht“ und der Boom der Telearbeit, die durch die COVID-19-Krise ausgelöst wurden, liegen nun weit hinter uns. Dennoch lohnt es sich zu fragen, wo die Telearbeit heute in ländlichen Gebieten steht. Hat sie sich dort wirklich durchgesetzt und in welchem Umfang?
Nutzen Sie organisatorische Veränderungen, um Mitarbeiter zu einer umweltbewussten Arbeitsweise zu ermutigen
Die Übernahme umweltbewusster Verhaltensweisen ist ein komplexer Prozess, der oft durch zahlreiche Hindernisse erschwert wird. Zu den hartnäckigsten Barrieren gehört die Macht der Gewohnheiten. Die tägliche Wiederholung derselben Verhaltensweisen führt zu automatisierten Entscheidungen, was die kognitive Belastung des Einzelnen verringert und ihm ein Gefühl der Sicherheit vermitteln kann, das sich in einem Gefühl der Kontrolle und Stabilität über seine Umgebung äußert. Je tiefer ein Verhalten in unserem Alltag verwurzelt ist, desto mehr Anstrengung erfordert es, es zu ändern – wodurch die Kosten für Veränderungen steigen.
(Quelle: ADEME, 2021. Lebensereignisse als Chancen zur Förderung umweltbewussten Handelns)
Büros und Büroarbeit: Der Beginn des Netzwerkzeitalters
Die Bürowirtschaft hat vier Epochen durchlaufen. Die Marktepoche im 18. Jahrhundert war geprägt von Kaffeehäusern und Börsen sowie von den ersten Banken und Versicherungsgesellschaften, deren Eigentümer und Angestellte oft „über dem Laden“ wohnten. Die Ära der Bürofabriken war geprägt vom raschen Wachstum, der Mechanisierung und Feminisierung der Büros sowie dem Aufkommen der prunkvollen und pompösen Gebäude der Aktiengesellschaften in der Mitte und am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Arbeit der Angestellten war eintönig und mühsam; die Arbeitstage waren lang, und die primitiven Büros wurden mit Kohleöfen beheizt, die Belüftung war schlecht und die Beleuchtung erfolgte entweder durch Tageslicht oder durch Kerzen.
Mischnutzung und Reversibilität von Gebäuden, das Ziel für die Stadt von morgen
Die Begriffe „Reversibilität“ und „Mischnutzung“ sorgen derzeit für Aufsehen unter Immobilienfachleuten und generell bei allen, die an der Entstehung neuer Gebiete beteiligt sind. Die Stadt von morgen besteht idealerweise aus Gebäuden, deren Nutzung offen und gemischt ist. Sobald diese wünschenswerte Zukunft akzeptiert ist, wird sie mit dem Pragmatismus konfrontiert werden, der in Immobilienfragen immer vorherrscht.
IT-Kompatibilität in intelligenten Gebäuden: eine Frage der Harmonie
"Das Smart-Building-Konzept umfasst die Integration aktiver und passiver Energiemanagementlösungen, die darauf abzielen, den Energieverbrauch zu optimieren und den Komfort und die Sicherheit der Gebäudenutzer zu fördern, während gleichzeitig die geltenden Vorschriften eingehalten werden. (DRIEE). Es handelt sich um ein Konzept, das mehrere Dimensionen umfasst, die alle darauf abzielen, die Zufriedenheit und Leistung der Bewohner zu verbessern.
Damit diese Systeme jedoch effektiv funktionieren und einen Mehrwert schaffen können, ist Interoperabilität unerlässlich. Sie ermöglicht es heterogenen Systemen, zusammenzuarbeiten, und vermeidet technologische und Informationssilos. Das nennen wir Harmonie, im ursprünglichen Sinne von harmózô, was so viel bedeutet wie verbinden, zusammenführen, anpassen, zusammenpassen.